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18. Februar 2013

Alles rund um den Sterlet

Abbildung und Beschreibung der Fische / von Johann Christoph Heppe. Nürnberg :Samuel Winterschmidt,1787. http://biodiversitylibrary.org/bibliography/6765# copyright = {NOT_IN_COPYRIGHT},

Der Sterlet (Acipenser ruthenus) ist mit über einem Meter Länge die kleinste Störart und war in der Donau einst weit verbreitet. Störe galten mit bis zu sieben Meter Länge und 1.000 Kilo als die größten Süßwasserfische Österreichs und als wichtige Speisefische. Durch Überfischung, Lebensraumzerstörung und Kraftwerke waren Störe vom Aussterben bedroht. Auch der Sterlet hat durch Eingriffe in die Donaugewässer weitgehend seinen Lebensraum verloren. Durch bewusste Verbesserung der Strukturvielfalt und die Revitalisierung von Gewässernetzen in der alten Flusslandschaft finden der Sterlet und die gesamte Fischwelt in der Donau zunehmend wieder eine günstige Lebensgrundlage vor. Die Schutzstrategien rund um den Sterlet sind von besonderer Wichtigkeit – darum widmet sich auch der Danube Day 2013 ganz dem Motto „Get active for the sturgeons“.

Insektenlarven, Würmer und Krebse zählen u.a. zur Nahrung dieses Bodenfischs. Der Sterlet nutzt stark durchströmte Gewässerbereiche als Laichplatz, wo er den Laich (20.000 bis 30.000 Eier je Kilogramm Körpergewicht des Weibchens) am Gewässergrund frei ablegt. Bereits nach wenigen Tagen schlüpfen die sieben Millimeter langen Larven und beginnen eine Woche danach zu fressen. Es wird keine Brutpflege der Elterntiere geleistet.

Im Durchschnitt hat der Sterlet ein Körpergewicht von zwei bis drei Kilo und wird 12 bis 15 Jahre alt. Die Oberseite des Fisches ist dunkelbraun bis grau, die Unterseite rötlich- weiß bis gelblich gefärbt. Die Knochenplatten sind schmutzig weiß. Durch seine auffälligen Reihen von Knochenschildern, die verlängerte, spitze Schnauze und die zurückgesetzte Schwanzflosse lässt sich der Sterlet leicht von anderen  Fischen unterscheiden. In der Mitte der Schnauzenunterseite finden sich zwei bis vier Warzen wieder, die Bartfäden sind stark gefranst und die Unterlippe in der Mitte geteilt.

Insgesamt gelten fünf Störarten in der österreichischen Donau als heimisch: Waxdick, Glattdick, Sternhausen, Hausen und Sterlet. Das Vorkommen des Gemeinen Störs ist strittig. Weltweit sind die Störbestände stark gefährdet und zum Teil vom Aussterben bedroht.

Im Rahmen des Projektes „Generation Blue“ des Lebensministeriums wird auf der Website http://www.generationblue.at/ eine Fülle von Informationen rund um das Thema Wasser zur Verfügung gestellt. Dabei spielt auch das Thema „Fisch“ eine wichtige Rolle. Es wird beispielsweise Wissenswertes über den „Fisch des Jahres“, die Seeforelle oder aber auch den Stör geboten.

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